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Winter-Kandel-Tour – Josef-Seger-Weg

Kandelfels am Kandel

Kurzbeschreibung – Kandel-Tour – Winterwanderung

Die Kandel-Tour führt über 7 km einmal um den Gipfel des Kandels herum. Die Tour vereint auf recht kurzer Strecke einige der schönsten Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte des Kandels. Im Winter belohnt die Kandel-Tour zusätzlich mit wunderschönen Schneelandschaften.

Kandelparkplatz – Langendobel – Heiberefelsen – Kandelfelsen – Thomashütte – Gummenhütte Fensterliwirt – Kandelparkplatz

Beschilderung – Kandel-Tour

An jeder Abzweigung finden Sie ein Schild auf dem „Kandel-Tour“ ausgeschrieben angezeigt wird.

Start und Ziel – Kandel-Tour (Rundweg)

Start und Ziel ist der Kandel Parkplatz am Gipfel des Kandels. Dort wird als Autofahrer ohnehin geparkt. Auch die Bushaltestelle ist direkt an diesem Parkplatz.

Dauer – Kandel-Tour

Wir waren knapp 3 Stunden auf der Kandel-Tour unterwegs. Je nach Geschwindigkeit kann dies natürlich stark  variieren. Gerade wegen der Verhältnisse bei Schnee, wie in unserem Fall. Mit 4 Stunden sollten die meisten auskommen. 3 Stunden bei Schnee sind schon recht schnell

Ausrüstung – Kandel-Tour

Wasserflasche, warme Kleidung und wasserdichte Winterschuhe.

Kandel-Tour mit Tobias und Hannes

Die Kandel-Tour ist etwa 7 km lang und die ideale Option, wenn es gerade keine lange Wanderung werden soll. Sie führt vorbei am beeindruckenden Kandelfelsen, am Heiberefels (Heidelbeerfelsen) und der Thomashütte, die alle für sich ein Highlight darstellen. So viele wunderschöne Anblicke auf nur 7 km sind nicht alltäglich.

Die Kandel-Tour wird auch Josef-Seger-Weg genannt. Diese alternative Benennung erinnert an den ehemaligen Forstamtsleiter aus Waldkirch, der den Kandel besser als jeder andere kannte. Er war zudem Vorsitzender des Schwarzwaldvereins von Waldkirch und hat sich sehr für das Wandern am Kandel eingesetzt.

Natürlich beeindruckt die Kandel-Tour im Sommer ebenso wie im Winter. Unsere Kandel Winterwanderung war jedoch etwas ganz besonderes. Ihr startet vom Kandelparkplatz aus und passiert zunächst den steilen Nordhang des Kandel-Seitengipfels. Dieser beeindruckt mit seiner Winterlandschaft. Aufgrund seiner Lage ist die Winterlandschaft hier immer intensiver, da er kaum Sonne abbekommt. Deshalb wartet er mit einer sehr schönen Schneelandschaft auf. Wir hatten leider kein Glück, was die Aussicht anging, da unsere Weitsicht durch Nebel getrübt wurde. Dafür konnten wir uns an der Schneelandschaft erfreuen, durch die wir gewandert sind.

Steiler Hang auf der Kandel-Tour im Winter

An diesem Hang wandert Ihr über schmale Pfade, die durch den Schnee noch schmaler erscheinen können. Die Kandel-Tour ist  im Winter durchaus anspruchsvoll und es ist mit dem ein oder anderen kurzen, rutschigen Abstieg zu rechnen. Gutes Schuhwerk ist jedenfalls Pflicht.

Die schmalen Pfade führen euch entlang des berühmten Heiberefels‘. Das ist Dialekt für Heidelberfelsen. Er bietet eine wunderschöne Aussicht, die uns dieses Mal leider durch den Nebel verwehrt blieb. Seinen Namen hat er von den wild wachsenden Heidelbeersträuchern rund um den Felsen.

Winterwald am Nordhang des Kandel-Seitengipfels

Nachdem der Nordhang passiert ist, muss einmal die Straße überquert werden, welche einen auf die Westseite des Seitengipfels leitet. Hier bekommen wir auch einmal etwas Sonne zu Gesicht. An der Landschaft lässt sich ablesen, dass hier generell etwas mehr Sonne ankommt, da die dichte Schneedecke einer wechselhaften Oberfläche weicht, die auch etwas Waldboden zum Vorschein bringt.

Winterwald bei Sonnenschein am Kandel

Kleine, beschneite Pfade führen euch wieder nach oben, vorbei am atemberaubenden Kandelfelsen. Von unten blickt Ihr auf den mächtigen Fels, das Wahrzeichen des Kandels. Vor dem eigentlichen Kandelfels, der ein beliebtes Kletterziel darstellt, könnt Ihr euch außerdem an einer wunderschönen, schneebedeckten Landschaft voller kleiner Felsen erfreuen. Wer Spaß daran hat kann auf dem Geröll bis unter den Kandelfels klettern. Im Winter ist hier natürlich besondere Vorsicht geboten.

Das Geröll über das Ihr klettern könnt, besteht aus den Trümmern eines früheren Felsendachs, das über den heutigen Kandelfelsen hervorragte. In der Walpurgisnacht 1981 stürzte das Felsendach ein und formte die heutige Landschaft, die Ihr nun auf der Kandel-Tour bestaunen könnt. Eine Sage besagt, das Felsendach wäre eingestürzt, weil die Kandelhexen in der Walpurgisnacht zu heftig darauf getanzt hätten.

Kandelfelsen im Winter

Nach dem Kandelfelsen führt die Kandel-Tour euch weiter nach oben zum Thomasfelsen, auf dem die nach dem Felsen benannte Thomashütte steht. Die wahrscheinlich beeindruckendste Aussicht auf der Tour. Unter anderem seht Ihr über das Glottertal hinweg und auf die gegenüberliegenden Schwarzwaldgipfel. Der Ausblick erstreckt sich sehr weit und ist deshalb ein klares Highlight auf der Tour.

Aufgrund des Nebels hatten wir nicht viel Glück die Aussicht zu genießen, allerdings konnten wir beobachten, wie sich das vollkommen Nebel-bedeckte Glottertal innerhalb von wenigen Sekunden offenlegte und seine grünen Wiesen offenbarte.

Aussicht von der Thomashütte am Kandel

Danach führt euch die Kandel-Tour auf den Wegen des Zweitälersteigs zur Gummenhütte, bei der man im Sommer Stärkungen und Erfrischungen beim Fensterliwirt kaufen kann. Fensterli kommt von Fenster, also Fensterwirt. Dieser Name kommt daher, dass der Essens- und Getränkeverkauf im Sommer von einem Kellerfenster aus erfolgt, zu dem man sich hinunterbeugen muss um die Ware in Empfang zu nehmen. Im Winter wird allerdings nicht bewirtet. Ihr geht jedoch nicht leer aus, der Fensterliwirt hat einen Kühlschrank vor die Hütte gestellt in der Getränke deponiert sind. Hier könnt Ihr euch bedienen und das Geld auf Vertrauensbasis in eine Kasse werfen.

Eine tolle Aussicht auf den Feldberg gibt es zu der Erfrischung auch noch dazu. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Fensterliwirt in der Gummenhütte am Kandel

Von hier aus beginnt der Endspurt mit einem Aufstieg über Wiesen. Die offizielle Tour führt euch direkt zurück zum Parkplatz der nun nicht mehr weit ist. Allerdings empfehle ich jedem die Kandel-Tour mit der Kandelpyramide auf dem höchsten Punkt zu beenden. Es fühlt sich einfach falsch an eine Wanderung um dem Gipfel des Kandels herum zu machen und den eigentlich höchsten Punkt nicht zu besuchen. Zumal es sich wirklich nur um einen kleinen extra Weg handelt.

Facts – Kandel-Tour, auch Josef-Seger-Weg

Schwierigkeit: Schwer (im Winter) / Mittel (im Sommer)
Länge: 7 km
Höhenmeter: 230 m
Verstrichene Zeit: Etwa 3 Stunden


Zunächst müsst Ihr an den Bahnhof in Denzlingen. Diesen erreicht Ihr von Freiburg aus mit der Bahn und dem Bus Richtung Denzlingen, Elzach oder Waldkirch. Wer von Elzach kommt, nimmt den Bus oder Zug Richtung Freiburg.
Vom Denzlinger Bahnhof aus nehmt Ihr den Bus Richtung St. Peter und fahrt bis zur Endhaltestelle in St. Peter. Dort müsst Ihr einmal umsteigen in den Bus Richtung Kandel (Meistens der gleiche Bus und Ihr müsst nicht wirklich umsteigen, fragt am besten den Fahrer). Oben am Gipfel steigt Ihr aus. Diese Station könnt Ihr nicht verfehlen (Haltestelle: Kandel Rasthaus, Waldkirch).

Zurück geht es auf dem gleichen Weg.


Mit dem Auto aus Richtung Elzach fahrt ihr auf der B294 bis Ihr kurz vor dem Hugenwaldtunnel in Waldkirch abfahren könnt Richtung Kandel. Ihr fahrt im Kreisverkehr geradeaus und danach links. In der folgenden Kurve fahrt Ihr Richtung Kandel links ab.
Aus Richtung Freiburg nehmt Ihr die erste Abfahrt von der B294 nach dem Hugendwaldtunnel in Waldkirch und biegt direkt rechts ab.
Nun ist die Strecke für beide Richtungen die selbe. Folgt der L186 bis Ihr am Gipfel seid.
Aus Freiburg könnt Ihr alternativ auch durch Glottertal fahren.

Zurück geht es auf dem gleichen Weg.

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